Ayurveda Ausbildung & Qualifikation

Bericht online lesen: http://www.spacamp.net/2014/02/ayurveda-ausbildung-qualifikation-praktiker/

Ayurveda Ausbildung & Qualifikation

Geschrieben von David Batra |Einblicke, Spa Management, Wirtschaft & Bildung

Ist es ausreichend, eine 5.000 bis 7.000 Jahre alte Lehre in wenigen Tagen oder an einem Wochenende zu erlernen? Diese Frage wurde seit der Etablierung von Ayurveda in Europa mehrfach medial diskutiert und auch kritisiert. Welche sinnvollen Möglichkeiten der Ayurveda-Ausbildung gibt es bei uns?

In Deutschland gibt es für Ayurveda-Ausübende bis zum heutigen Zeitpunkt keine vorgeschriebene Ausbildung. Die Folge war teilweise eine Entwicklung von einigen ärztlichen und nicht-ärztlichen Praktizierenden, die sich oft nur in einem einwöchigen Kurs oder an einem Wochenende die Grundzüge von Ayurveda aneigneten.

Ayurveda Sitzmassage (c) Foto: David Batra

Universitäre Ausbildung in Ayurveda-Herkunftsländern Indien und Sri-Lanka

Der Begriff Ayurveda-Arzt läßt sich in den Herkunftsländern Indien und Sri Lanka in drei Kategorien unterteilen:

  • Bachelor of Ayurvedic Sciences (BAMS): Diese Person absolvierte ein fünfeinhalb Jahre andauerndes Studium (inkl. einem Praxisjahr) der Ayurveda Medizin.
  • Ayurveda-Vaidya: Heilkundige, die einer jahrhunderte alten Lehrer-Schüler-Tradition entstammen, wobei das Wissen innerhalb der Familie weitergegeben worden ist 
  • Doctor of Medicine (MD) in Ayurveda: Ein zweijähriges Zusatzstudium nach dem Bachelor of Ayurvedic Sciences

In Indien ist Naturheilkunde auf universitärer Ebene generell verankert. Beispielsweise existiert auch ein Titel genannt Bachelor of Naturopathy und weltweit renommierte Homöopathen sind im Subkontinent vorzufinden.

Berufstrainings für Ayurveda Praktiker

Ayurveda „Massagetherapeuten“ (Ayurvedic-Practitioners) werden jedoch dort zumeist auch nur im Rahmen eines „Berufstrainings“ eingeschult, da diese ausschließlich unter der Obhut einer medizinischen Autorität arbeiten. Die Qualifikation von „Ayurveda Manualtherapeuten“ hängt also in den Herkunftsländern auch vehement von der Einschulung seitens des Unternehmens ab.

Ayurveda in Europa meist nur ergänzende Therapieform

Im Westen schnellte in den letzten Jahrzehnten die Anzahl alternativer Heiler unterschiedlicher physikalischer, feinstofflicher und naturheilkundlicher Methoden rasant nach oben.

Obwohl der Ayurveda eine sehr umfangreiche Ganzheitslehre darstellt, wird er in Europa lediglich als ergänzende Therapieform in Form einzelner Anwendungen neben z.B. Cranio-Sacral, Lomi-Lomi, etc. betrieben. Aus ayurvedischer Sicht liegt Heilung letztlich auf der Ebene des Unbewußten und daher sind neben passiven und aktiven körperlichen Methoden auch Affirmationen, Körperdialoge, Wahrnehmungsschulungen, Meditation ein integrativer Bestandteil.

“Ist Ayurveda also nun Naturheilkunde, Ganzheitsmedizin, Philosophiesystem, Massage oder Wellness?”

Im Grunde fließen diese Zweige beim Ayurveda ineinander. Im Gegensatz zur „Traditionellen Chinesischen Medizin“ (TCM) ist der Ayurveda in der Praxis des niedergelassenen Arztes in Mitteleuropa nur sehr marginal vertreten.

Ausbildung zum Ayurveda-Wohlfühlpraktiker in Österreich

In Österreich existiert seit dem Jahr 2007 das Berufsbild des sogenannten „Ayurveda-Wohlfühlpraktikers“, welcher zur selbständigen Ausübung ermächtigt.

Ayurveda Batra

Vinod und David Batra (c) Foto: Hotel Gmachl

Unser Ayurveda-Institut bietet seit Herbst 2013 diese umfassende  Ayurveda-Berufsausbildung zur Erlangung eines Gewerbescheins in Österreich an. Die Absolventen sind neben den Wohlfühlanwendungen in der Lage fundierte Beratungen mit individuellen Tipps abzugeben. Sie verfügen über:

  • Traditionelle Anwendungen wie z.B. Ölanwendungen, sämtliche Kräuteranwendungen, Stimulationen einzelner Energiezonen und Vitalpunkte, etc.
  • Grundlagen der energetischen Methoden zur Harmonisierung von Körper, Geist und Seele
  • Die Ayurveda-Lebens- und Gesundheitsberatung anhand des Grundtypus
  • Feststellung von körperlichen und geistigen Disbalancen
  • Durchführung von Ayurveda-Workshops wie z.B. Ernährungs- und Kochkurse sowie anderen Themenbereiche der Ayurveda-Lebensweise
  • Fundierte Grundkenntnisse in Anatomie (130 Unterrichtseinheiten) mit Ansätzen der bewegungstherapeutischen Arbeit

Weitere Informationen:

Ayurveda-Ausbildung zum Ayurveda-Wohlfühlpraktiker

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